Neubau an der Kläranlage Weilheim: Zur Feier gab’s nur einen Mini-Dachstuhl

2022-05-14 22:18:36 By : Ms. Freya Zhou

Lieferengpässe auf dem Holzmarkt haben sich bei einem Bauprojekt der Stadtwerke bemerkbar gemacht: bei der Klärschlamm-Entwässerungsanlage, die auf dem Gelände der Kläranlage entsteht. Da für das geplante Richtfest wegen des Holzmangels noch der Dachstuhl fehlte, gab es ein Baufest mit einem Mini-Dachstuhl. Inzwischen laufen die Arbeiten am Dach jedoch.

Weilheim – Bürgermeister Markus Loth erläuterte bei dem Baufest, dass es viele gute Gründe für die Errichtung der Anlage gibt, wie es in einer Mitteilung der Stadtwerke Weilheim heißt. „Über 20 Prozent sind in den letzten Jahren die Kosten für die externe Entwässerung gestiegen. Da es nur wenige Entwässerungsfirmen gibt, bilden sich fast Monopolpreise“, wird der Rathaus-Chef zitiert. „Mit ihrer eigenen Klärschlammentwässerung können die Stadtwerke künftig die Kapital- und Betriebskosten langfristig planen und relativ stabil halten.“ Auch könne das Kommunalunternehmen den anfallenden Klärschlamm in Zukunft kontinuierlich entwässern und entsorgen – im Gegensatz zu externen Firmen, die das laut der Mitteilung nur in größeren Abständen tun.

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Bevor die Anlage ihre positive Wirkung entfalten kann, müssen allerdings rund 1,8 Millionen Euro in ihren Bau und ihre Technik investiert werden. Mit den Bauarbeiten war im März begonnen worden, nachdem im Januar die Baugenehmigung eingegangen war. Ende dieses Jahres soll die Anlage dann ihren Betrieb aufnehmen.

Mit dem Baufest, das anstelle des geplanten Richtfests gefeiert wurde, wollten sich die Stadtwerke laut Stadtwerke-Chef Peter Müller „bei allen fleißigen Händen“ bedanken, dass das Projekt – abgesehen von der Verzögerung beim Dachstuhl – gut im Zeitplan liege und tadellos laufe. Ein Dachstuhl im Miniformat mit Bäumchen und Fähnchen erinnerte bei dem Fest an den eigentlich vorgesehenen Hebauf. Inzwischen hat sich die Lage laut Müller verbessert: Die Arbeiten am Dach sind in vollem Gange.

Bis zu der Feierstunde, zu der auch Vertreter der am Projekt beteiligten Firmen eingeladen waren, waren die Fundamente, der Keller, die Innen- und Außenwände und die Decken des Neubaus fertiggestellt worden. Ab September soll der Innenausbau laufen. Dabei muss eine Zentrifuge mit Fördertechnik errichtet und die Elektrotechnik installiert werden. In der Klärschlamm-Entwässerungsanlage wird später – mittels der Zentrifuge – das Volumen des Klärschlamms reduziert, welcher bei der Abwasserreinigung in der Kläranlage anfällt.

Schon in den 1960er Jahren beim Bau der an der Ammer gelegenen Kläranlage wurde laut den Stadtwerken darauf geachtet, dass es ausreichend Fläche für Erweiterungsmaßnahmen gibt. „So war Platz für die eigene Klärschlammentwässerung, und es gibt noch Platz für spätere Aufrüstungen“, so das Kommunalunternehmen.

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